Die Großstadt Hagen bietet im Bundesland Nordrhein-Westfalen über 180000 Bewohnern auf über 160 Quadratkilometern Platz zum Leben. Nicht nur große Waldflächen nehmen die Stadt ein und geben ihr ein unverwechselbares Gesicht sondern auch vier Flüsse, als da wären die Ruhr, die Ennepe, die Volme und die Lenne, die auf vielen Kilometern die Landschaft wunderschön prägen. Des Weiteren ist die ganze Gegend bekannt für viele archäologische Funde, im Besonderen für Funde von Fossilien. Im Wasserschloss Werdringen gibt es ein Museum für Ur- und Frühgeschichte, wo man diese Funde bestaunen kann. Das Schloss liegt in einem besonderen Natur- und Landschaftsschutzgebiet, wo auch seltene Fauna und Flora zu finden ist. In der Umgebung des Schlosses wurden über 300 Millionen Jahre alte versteinerte Fluginsekten gefunden, Libellen mit einer Spannweite von über 40 cm.

Auch Knochen von Sauriern und frühe Säugetiere wurden in der Umgebung von Hagen gefunden und liefern Paläontologen bedeutende Hinweise der Urgeschichte der Welt.

Da das Land vor Millionen von Jahren auch einmal wasserüberflutet war, finden sich ebenso Überreste von Meerestieren wie Schnecken und Haien, von letzteren natürlich nur die Zähne, weil Haie ja keine Knochen besitzen sondern Knorpelfische sind.

In der so genannten „Blätterhöhle“ bei Hagen wurden über zehntausend Jahre alte Überreste vom modernen Menschen gefunden und gaben Forschern viele Hinweise auf das Leben der Menschen in der Jung- und Mittelsteinzeit.

Hagen existiert wohl schon seit dem 8. Jahrhundert und war Jahrhunderte lang ein eher unbedeutender Flecken im Vergleich zu anderen Siedlungen dieser Region. Dies änderte sich im 18. Jahrhundert, als mehrere Hammerwerke durch Wasserkraft betrieben gegründet wurden und einen wirtschaftlichen Aufschwung für den Ort bedeuteten. Hammerwerke produzierten vorindustrielle Schmiedeeisen als so genannte Halbzeuge, wobei die Hämmer über eine Welle von der vorgenannten Wasserkraft angetrieben und bewegt wurden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Hagen an das Schienennetz angeschlossen und wurde zu einem strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Diese Informationen beziehen Sachverständigenbüros in ihren Wertermittlungen und Gutachten gern mit ein.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt von Hagen nahezu vollständig zerstört und später beim Wiederaufbau wurde auf ein autogerechtes Bauen geachtet, so dass kaum historisches erhalten geblieben ist. Dies ist für Sachverständige in ihren Immobilienbewertungen von beachtlichem Interesse.

Wie vielerorts im Ruhrgebiet verlor die Schwerindustrie in den 1970er Jahren in Hagen ebenfalls sehr an Bedeutung. Die Industrialisierung des Tals der Lenne fing diesen Niedergang jedoch einigermaßen ab und so hat sich die Wirtschaft erholt. Heute gibt es in Hagen keine Schwerindustrie mehr, doch metallverarbeitende kleine und mittelständische Unternehmen sind hier sehr wohl beheimatet. Im Übrigen findet man in Hagen nun auch eine Menge Dienstleistungsunternehmen.

Verkehrstechnisch ist Hagen günstig an Schiene und Autobahnnetz angeschlossen und somit für jeden gut erreichbar.

Zahlreiche Museen, das Theater und andere kulturelle Einrichtungen sorgen dafür, dass dem bildungshungrigen Besucher keine Wünsche offen bleiben. Und das Wasserschloss Werdringen ist allemal einen Besuch wert.